<?xml version="1.0" encoding="utf-8" standalone="yes"?><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><channel><title>Künstliche Intelligenz on André Claaßen — Meinung</title><link>https://meinung.andreclaassen.de/kategorien/k%C3%BCnstliche-intelligenz/</link><description>Recent content in Künstliche Intelligenz on André Claaßen — Meinung</description><generator>Hugo -- gohugo.io</generator><language>de</language><managingEditor>info@andreclaassen.de (André Claaßen)</managingEditor><webMaster>info@andreclaassen.de (André Claaßen)</webMaster><copyright>André Claaßen</copyright><lastBuildDate>Fri, 25 Sep 2026 00:00:00 +0000</lastBuildDate><atom:link href="https://meinung.andreclaassen.de/kategorien/k%C3%BCnstliche-intelligenz/index.xml" rel="self" type="application/rss+xml"/><item><title>Halluzination als Killerargument</title><link>https://meinung.andreclaassen.de/posts/2026-07-31-halluzination-als-killerargument/</link><pubDate>Fri, 25 Sep 2026 00:00:00 +0000</pubDate><author>info@andreclaassen.de (André Claaßen)</author><guid>https://meinung.andreclaassen.de/posts/2026-07-31-halluzination-als-killerargument/</guid><description>&lt;p&gt;Das Killerargument gegen KI lässt sich in einem Wort beschreiben: Halluzination. Während die klassische IT in der Regel mit deterministischen Algorithmen gearbeitet hat, arbeitet die neue Form der KI auf Basis großer Sprachmodelle mit statistischen Werten und damit mit der Möglichkeit, dass Antworten schlichtweg erfunden sind. Man nennt das Halluzination.&lt;/p&gt;&#10;&#10;&lt;h2 class="relative group"&gt;Heuristik ist nichts Neues&#10; &lt;div id="heuristik-ist-nichts-neues" class="anchor"&gt;&lt;/div&gt;&#10; &#10; &lt;span&#10; class="absolute top-0 w-6 transition-opacity opacity-0 -start-6 not-prose group-hover:opacity-100 select-none"&gt;&#10; &lt;a class="text-primary-300 dark:text-neutral-700 !no-underline" href="#heuristik-ist-nichts-neues" aria-label="Anker"&gt;#&lt;/a&gt;&#10; &lt;/span&gt;&#10; &#10;&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich finde das erstaunlich. Als ob wir in der Informatik niemals mit Heuristiken, Annahmen und Interpolation gearbeitet hätten. Das war schon immer der Fall, und es war auch schon immer sehr nützlich. Jede Wirtschaftlichkeitsbewertung, die ich durchführe, ist nichts anderes als eine Prognose und eine Risikoeinschätzung, und die kann auch gern danebenliegen.&lt;/p&gt;&#10;&#10;&lt;h2 class="relative group"&gt;Ausgerechnet die Buchhaltung&#10; &lt;div id="ausgerechnet-die-buchhaltung" class="anchor"&gt;&lt;/div&gt;&#10; &#10; &lt;span&#10; class="absolute top-0 w-6 transition-opacity opacity-0 -start-6 not-prose group-hover:opacity-100 select-none"&gt;&#10; &lt;a class="text-primary-300 dark:text-neutral-700 !no-underline" href="#ausgerechnet-die-buchhaltung" aria-label="Anker"&gt;#&lt;/a&gt;&#10; &lt;/span&gt;&#10; &#10;&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;In den USA kauft &lt;a href="https://techcrunch.com/2026/08/12/openai-backed-thrive-holdings-raises-2b-to-bring-ai-to-the-enterprise/" target="_blank" rel="noreferrer"&gt;Thrive Holdings&lt;/a&gt;, an der auch OpenAI beteiligt ist, Buchhaltungsdienstleister und Steuerkanzleien auf und zwingt sie, massiv KI einzusetzen. Vordergründig ist das ein Bereich, in dem Halluzination schlimme Folgen hat. Wer möchte in der Buchhaltung eine halluzinierte Buchführung haben? Niemand.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Aber genau das ist der Bereich, in dem ich viel Kontext habe, in dem ich Zahlen, Daten und Fakten habe. Dort arbeitet KI hervorragend: Belege sichten, einstufen und vorsortieren, Empfehlungen geben, in der Steuerberatung prüfen, mit der Gesetzeslage und mit Urteilen abgleichen. All das kann eine KI sehr gut. Eine &lt;a href="https://www.gsb.stanford.edu/faculty-research/publications/human-ai-accounting-early-evidence-field" target="_blank" rel="noreferrer"&gt;Studie von Stanford und MIT&lt;/a&gt; zeigt, dass Buchhalter mit KI 55 Prozent mehr Mandanten pro Woche betreuen, den Monatsabschluss 7,5 Tage schneller schaffen und ihre Buchungen feiner gliedern.&lt;/p&gt;&#10;&#10;&lt;h2 class="relative group"&gt;Experten nehmen auch nur an&#10; &lt;div id="experten-nehmen-auch-nur-an" class="anchor"&gt;&lt;/div&gt;&#10; &#10; &lt;span&#10; class="absolute top-0 w-6 transition-opacity opacity-0 -start-6 not-prose group-hover:opacity-100 select-none"&gt;&#10; &lt;a class="text-primary-300 dark:text-neutral-700 !no-underline" href="#experten-nehmen-auch-nur-an" aria-label="Anker"&gt;#&lt;/a&gt;&#10; &lt;/span&gt;&#10; &#10;&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Kurz gesagt: Jeder Experte arbeitet auf Basis von Wissen und schlussfolgert daraus mit Annahmen. Nichts anderes macht eine KI, nur hat sie ein deutlich breiteres Wissen und kann damit bessere Annahmen treffen. Wäre es sinnvoll, darauf zu verzichten? Nein, es wäre geradezu töricht.&lt;/p&gt;&#10;</description><content:encoded><![CDATA[<p>Das Killerargument gegen KI lässt sich in einem Wort beschreiben: Halluzination. Während die klassische IT in der Regel mit deterministischen Algorithmen gearbeitet hat, arbeitet die neue Form der KI auf Basis großer Sprachmodelle mit statistischen Werten und damit mit der Möglichkeit, dass Antworten schlichtweg erfunden sind. Man nennt das Halluzination.</p>

<h2 class="relative group">Heuristik ist nichts Neues
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<p>Ich finde das erstaunlich. Als ob wir in der Informatik niemals mit Heuristiken, Annahmen und Interpolation gearbeitet hätten. Das war schon immer der Fall, und es war auch schon immer sehr nützlich. Jede Wirtschaftlichkeitsbewertung, die ich durchführe, ist nichts anderes als eine Prognose und eine Risikoeinschätzung, und die kann auch gern danebenliegen.</p>

<h2 class="relative group">Ausgerechnet die Buchhaltung
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<p>In den USA kauft <a href="https://techcrunch.com/2026/08/12/openai-backed-thrive-holdings-raises-2b-to-bring-ai-to-the-enterprise/"  target="_blank" rel="noreferrer">Thrive Holdings</a>, an der auch OpenAI beteiligt ist, Buchhaltungsdienstleister und Steuerkanzleien auf und zwingt sie, massiv KI einzusetzen. Vordergründig ist das ein Bereich, in dem Halluzination schlimme Folgen hat. Wer möchte in der Buchhaltung eine halluzinierte Buchführung haben? Niemand.</p>
<p>Aber genau das ist der Bereich, in dem ich viel Kontext habe, in dem ich Zahlen, Daten und Fakten habe. Dort arbeitet KI hervorragend: Belege sichten, einstufen und vorsortieren, Empfehlungen geben, in der Steuerberatung prüfen, mit der Gesetzeslage und mit Urteilen abgleichen. All das kann eine KI sehr gut. Eine <a href="https://www.gsb.stanford.edu/faculty-research/publications/human-ai-accounting-early-evidence-field"  target="_blank" rel="noreferrer">Studie von Stanford und MIT</a> zeigt, dass Buchhalter mit KI 55 Prozent mehr Mandanten pro Woche betreuen, den Monatsabschluss 7,5 Tage schneller schaffen und ihre Buchungen feiner gliedern.</p>

<h2 class="relative group">Experten nehmen auch nur an
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<p>Kurz gesagt: Jeder Experte arbeitet auf Basis von Wissen und schlussfolgert daraus mit Annahmen. Nichts anderes macht eine KI, nur hat sie ein deutlich breiteres Wissen und kann damit bessere Annahmen treffen. Wäre es sinnvoll, darauf zu verzichten? Nein, es wäre geradezu töricht.</p>
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